Bahnsafari durch Colorado und Wyoming 2005, Teil1

Online seit 24.10.2005, zum Vergrößern bitte auf die Vorschaubilder klicken!
Bearbeitet und Links repariert am 15.1.2010.

Colorado Railroad Museum in Golden / CO, 13.9.2005
x  Einer der ersten Wege einer Coloradotour führt stets ins
Colorado Railroad Museum nach Golden. Das Museum ist eine unerschöpfliche Quelle zur Eisenbahngeschichte in Colorado, es hat zahlreiche Fahrzeuge in der Sammlung welche es nur hier gab.
x  Es gibt auch eine sehenswerte Sammlung alter Dokumente und Bilder, nicht zuletzt gibt es hier einen äußerst gut sortierten Museumsshop. Sehr zu empfehlen sind die Eigenproduktionen des Museums wie zum Beispiel die Colorado Rail Annuals.
x  In der Folge einige hier ausgestellte Fahrzeuge
C-28 #693 der D&RGW, gebaut 1890 von Baldwin mit der Fabriknummer 11207, die Lok ist die einzige überlebende regelspurige Dampflok der Rio Grande.
x  Diesen Umstand verdankt sie dem Verkauf an die San Luis Valley Southern Railroad. Die Lok ist leider etwas schlecht zu fotografieren zwischen dem Hauptgebäude und der Bibliothek des Museums.
x  F9A #5771 und F9B #5762 der D&RGW, beide 1955 von EMD gebaut. x  1996 wurden die Loks an das Museum übergeben.
x  Nummer 20 der Rio Grande Southern, gebaut 1899 für die Florence & Cripple Creek Railroad, 1916 von der RGS gebraucht gekauft und 1952 nach dem Abbau der Strecke abgestellt. x  Rechts RGS #20, links ein Diesel und Aussichtswagen des ehemaligen Betreibers der Georgetown Loop Railroad.
x  Zwei der bekannten Gallopping Geese der Rio Grande Southern, vorn die Work Goose #6. Sie wurde 1933 als Ersatz für die Goose #1 gebaut. x  RGS Motor #2 wurde am 12. August 1931 in Dienst gestellt.
x  K-37 #491 der Rio Grande mit Flanger (Schneepflug) und Caboose. x  Bierkühlwagen der Adolph Coors Brauerei. Die Coors Brauerei bestimmt noch heute das Stadtbild von Golden. Die Produkte der Brauerei haben uns eher weniger zugesagt.
x  K-37 #491 der Denver & Rio Grande Western,gebaut 1902 von Baldwin als Regelspurlok mit der Achsfolge 1'D unter der Fabriknummer 20829. x  1928 wurde die Lok umgebaut zur Schmalspurlok unter Verwendung des Kessels und des Tenders. Der Rahmen wurde neu angefertigt, der Umbau wurde durchgeführt von den Burnham Shops der Rio Grande in Denver.

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Besuch der Georgetown Loop Railroad, 14.9.2005
x  Das Railroad Depot von Silver Plume. Hier hat die Georgetown Loop Railroad ihr Hauptquartier. Wir waren hier schon zwei mal, aber jetzt gibt es hier einen neuen Betreiber mit neuem Rollmaterial. Da wir die Strecke schon kennen verzichten wir auf die Mitfahrt. x  Die zur Zeit einzige Dampflok mit der Achsfolge 1'C1' stammt aus Hawai und ist ölgefeuert. Hier noch im Schuppen bei der Vorbereitung.
x  Für den Verschub gibt es noch einen kleinen Diesel Switcher. x  Die Nummer 12 verläßt den Schuppen.
x  Wasserfassen am provisorischen Wasserturm. x  Der Zug auf der Talfahrt nach Georgetown. Neben dem Interstate 70 verläuft ein Wander- und- Fahrradweg, von dort ist die Bahn gut zu beobachten.
x  An der Talstation Georgetown, vor der Abfahrt nach Silver Plume drückt der Zug stets zurück bis unter den bekannten Viadukt. Nach der Brücke endet das Gleis. Bis 1939 konnte man von Denver bis Silver Plume fahren,. 1939 wurde die Strecke über den Loop abgebaut und die Brücke verkauft. x  Einige Minuten später fährt der Zug über die 1983 - 1984 wieder neu aufgebaute Brücke.
x  Im Ort Georgetown, gegenüber der alten Bahnstion welche seit 1939 keine Züge mehr gesehen hat steht noch die Shay #8 des vorherigen Betreibers der Loop Railroad. Die Lok stammt aus Kalifornien von der West Side Lumber Co. x  Die Bahn über den Loop war schon 1902 eine Attraktion für Touristen, das beweist die Karte aus diesem Jahr. Die Karte ist am 25.August in Denver gestempelt und am 5.September in Basel, eigentlich unglaublich.

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Fahrt mit der Leadville, Colorado & Southern Railroad, 16.9.2005
x  Heute befahren wir mit der Bahn die "High Line" von Leadville nach Climax. Leadville liegt in 3179 m Höhe und ist damit die höchstgelegene Stadt der USA x Eröffnet 1884 als Schmalspurbahn von Denver nach Leadville wurde die Strecke 1943 auf Regelspur umgebaut. Bis 1982 fuhren noch Güterzüge der Burlington Northern zwischen Leadville und Climax. Seit 1988 gibt es nun die Leadville, Colorado & Southern.
x  Quelle des Güterverkehrs war die gewaltige Molybdän Mine in Climax, wegen zu niedriger Weltmarktpreise wurde die Mine geschlossen. Die Mine liegt 3471 m hoch. x  Schon wieder auf der Talfahrt, der Zug wird befördert von der GP9 #1714. Mangels Möglichkeit zum Umfahren wird der Zug bergwärts geschoben.
x  Blick zum Zugschluss, der Gleiszustand ist manchmal etwas abenteuerlich. x  Auf der andere Seite des Tales verlief die schmalspurige Blue River Branch der D&RGW, an dieser Stelle hat eine Trestle gestanden (über Chalk Creek?). Die D&RGW Strecke endete in Dillon.
x  Weiter in Richtung Leadville ist die Rio Grande Trasse viel besser zu sehen. Die Strecke ist etwas älter, sie stammt von 1880, aber schon 1923 wurde sie nicht mehr befahren. Es war wohl einfach nicht genug Fracht für zwei Gesellschaften vorhanden. x  Unser Zug am French Gulch Water Tank. Interessant, der Wasserturm hat bis 1943 auf der Bergseite gestanden, beim Umbau der Strecke auf Regelspur wurde der Tank an den jetzigen Standort umgesetzt.
x GP9 #1714, gebaut 1955 als Northern Pacific #241, ab 1970 Burlington Northern #1714. Die Lok hat 1750 PS erzeugt von einem nicht aufgeladenen Zweitakt Diesel von EMD. x  Blick in den Führerstand.
x  Zurück in Leadville, vor dem Bahnhof steht die jahrelange Stammlok der Strecke als Denkmal. Am 12.September 1962 machte sie ihre letzte Fahrt nach Climax. x  Das ehemalige C&S Roundhouse in Leadville, es stammt aus Schmalspurzeiten. Einige Lokstände wurden über die Jahre entfernt und die Drehscheibe 1943 ausgebaut. Davor LC&S #1918, die zweite GP9 der Bahn.

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Wanderung zum Hagerman Tunnel der Colorado & Midland Railroad, 17.9.2005
x  Heute ist Wandertag, die Begeisterung darüber hält sich in Grenzen. Zwei Eisenbahnfreunde brechen schließlich auf zum Hagerman Tunnel der ehemaligen Colorado & Midland. Am Beginn des Weges in 3334 m Höhe diese Tafel, aufgestellt vom National Forest Service. Luftbild x Der Weg zum Tunnel führt auf der ehemaligen Bahntrasse entlang. Befahren wurde die Strecke nur von 1887 bis 1891 und nochmals kurz von 1898 bis 1899. Bereits 1891 wurde der etwas tiefer gelegene Busk Ivanhoe Tunnel in Betrieb genommen und schon 1922 war die Gesellschaft in die Geschichte eingegangen.
x  Durch die erste Kurve war der Weg etwas rauh aber danach konnte man gut laufen. x  An der Strecke gab es zwei große hölzerne Trestles, wir sind an der ersten angekommen und blicken zurück auf die ehemalige Bahntrasse.
x  Von der Hagerman Trestle ist nach über 100 Jahren nicht mehr viel übrig, das bergseitige Widerlager ist aber noch gut zu erkennen. x  Wieder auf der Bahntrasse, die 330 m lange Brücke beschrieb eine enge Linkskurve. Luftbild
x  Nach 30 Minuten kommt man zur nächsten großen Trestle der Strecke. Hier das talseitige Widerlager. x  Auch diese Brücke lag in einem engen Bogen. Blick auf das bergseitige Widerlager. Luftbild
x  Im Bereich der Trestle liegen noch heute zahlreiche hölzerne Brückenbalken und auch diese noch sehr gut erhalten Schwelle. x  Irgendwann 1899 ist an der Trestle ein Zug zum Halten gekommen und der Conductor hatte vermutlich irgendeinen Fluch auf den Lippen. Ein noch gut erhaltener geplatzter Luftschlauch.
x  Blick talwärts, man kann sich den Standort der Trestle noch gut vorstellen. x  Nach der Trestle beschreibt die Bahntrasse wieder eine volle 180 Grad Kurve, am Ende der Kurve ein teilweise verschütteter Einschnitt. Noch sichtbare Abstützungen zeigen, hier hatte schon die Colorado & Midland Probleme.
x  Nach dem Einschnitt der kleine Hagerman Lake. Luftbild x  Wir nähern uns dem Tunnel, zu Betriebszeiten gab es hier 13 hölzerne Snowsheds, man hatte die Bahn zum Schutz gegen die Schneemassen hier oben in einen Tunnel aus Holz eingebaut. Genutzt hat es wenig, im Winter war die Strecke wochenlang unterbrochen.
x Nach zwei Stunden endlich am Ziel, auch hier wieder eine Tafel des National Forest Service zur Erklärung. Inzwischen befinden wir uns in 3514 m Höhe. x  Schwer vorstellbar, aber hier sind wirklich mal Züge gefahren. Der Tunnel ist 658 m lang und war zur Bauzeit der höchstgelegene Eisenbahntunnel der Welt. Luftbild
x  Ein Blick in das dunkle Loch, hier oben hält sich das ganze Jahr Schnee und Eis. Nach ungefähr 50 m ist der Tunnel teilweise eingestürzt. x  Der Weg zurück ist kürzer, eine Pfad führt vorbei am Opal Lake und der Ghosttown Douglass City direkt zur Hagerman Trestle. Hier der kleine Opal Lake.
x  Auf die Stadt Douglass City weist wieder eine Tafel des National Forest Service hin. x  Zu sehen sind auch nach über 100 Jahren die Reste einiger Blockhäuser und ein paar Telegrafenmasten. Gewohnt haben hier italiensche Bauarbeiter welche die großen Trestles und den Hagerman Tunnel gebaut haben. Immerhin hat es hier 8 Saloons, eine Dance Hall und ein Post Office gegeben.
x  Zum Abschluss zwei Bilder des 1891 erbauten Busk Ivanhoe Tunnels. Der tiefer gelegene und längere Tunnel wurde von einer privaten Gesellschaft erbaut und die Colorado & Midland musste für die Nutzung zahlen. Nach Streitigkeiten über die Höhe der Zahlungen nutzte die Bahn von 1898 bis 1899 nochmals kurz die Passstrecke. x  Nach einem schlimmen Winter kaufte die Bahn dann 1899 den Tunnel und legte die Passstrecke für immer still. Der Busk Ivanhoe Tunnel wurde unter dem Namen Carlton Tunnel von 1922 bis 1943 als Autotunnel benutzt. Bis heute dient er jetzt dazu Wasser von der Westseite der kontinentalen Wasserscheide auf die östliche zu leiten. Luftbild

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Auf den Spuren des Narrow Gauge Circle, Gunnison/ Colorado, 18.9.2005
x  Der Morgen auf dem KOA Campingplatz in Gunnison bringt uns eine frostige Überaschung. Nachtfrost kannten wir schon aber hier hatte der Rasensprenger ganze Arbeit geleistet. War übrigens kein Grund das Ding morgens abzustellen. Luftbild x  Noch ein Blick durch die Eiszapfen auf unser Gefährt und eines der beiden Zelte mit denen wir unterwegs waren. Der Chevrolet Suburban von ALAMO fuhr sich sehr gut und brauchte auch nur 12,5l Unleaded auf 100km.
x  Das Pioneer Museum in Gunnison hat wie immer wenn wir da sind geschlossen, also wieder nur Bilder durch den Zaun. Die Schmalspurlok Rio Grande #268 war bis 1955 in Gunnison beheimatet, im Sommer 1955 wurde sie ausgemustert. x  Neu seit dem Jahr 2000 sind die orginalgetreue orange Farbe und das Schutzdach. Immer noch nicht passend ist der Kobelschornstein, die 268 hatte zu Betriebszeiten einen ganz normalen Schornstein. Die Lok war die letzte Rio Grande Class C-16. Sie wurde 1882 von Baldwin gebaut mit der Fabriknummer 6002.
x  Ein Flanger, ein hinter der Lok einzuhängender Schneepflug. x Ein Stock Car, damit wurden vor allem Rinder und Schafe befördert.
x  Eine Caboose der Rio Grande vor dem ehemaligen Wasserturm von Mears Junction. x  Einige Meilen westlich ein Blick auf das Blue Mesa Reservoir. Auf dem Grund des Sees die ehemalige Bahntrasse. Zwischen 1880 und 1890 war die Strecke Teil der schmalspurigen Mainline der Rio Grande von Denver nach Ogden.
Auf den Spuren des Narrow Gauge Circle, Cimarron/ Colorado, 18.9.2005
x 50 Meilen westlich Gunnison das nächste Zusammentreffen mit der ehemaligen Rio Grande Strecke. Der National Park Service unterhält hier ein kleines Display, der Eintritt ist gratis aber Spenden sind willkommen. x  Nachgebildet ist hier eine Viehrampe, Schafe konnten mit Hilfe der Rampe in zwei Ebenen in den Wagen verladen werden.
x  Die ehemalige Strecke hat bei Cimarron den Gunnison River durch ein enges Tal verlassen und führte dann über Cerro Summit nach Montrose. An dieser Stelle hat man eine Brücke stehen lassen und darauf die Rio Grande Lok #278 und zwei Wagen aufgestellt. x  Die Lok ist eine Class C-16, gebaut 1882 von Baldwin mit der Fabriknummer 6030. 1953 wurde die Lok ausgemustert.
x  Blick auf den Gunnison River, im folgenden Black Canyon war für die Bahn kein Platz, darum die Trassierung über den steilen Cerro Summit. In Cimarron waren für die Fahrt über den Pass extra "Helper" stationiert, ein Sammelbegriff für Vorspann-, Schiebe- und Zwischenloks. x  Morrow Point Reservoir, die Straße zum Damm verläuft da wo die Bahn war.
Auf den Spuren des Narrow Gauge Circle, Ridgeway/ Colorado, 18.9.2005
x  20 Meilen westlich auf US 50 bis Montrose und nochmal 26 Meilen südlich auf dem Highway 550 und wir gelangen nach Ridgeway. Hier gibt es ein kleines aber feines Museum, wie so oft in den USA gratis zu besichtigen, Spenden aber jederzeit willkommen. x Der Star des Museums ist der Nachbau der Galloping Goose #1 der Rio Grande Southern. Die Rio Grande Southern zweigte hier von der Ouray Branch der Rio Grande ab.
x  Die Galloping Geese waren eine Spezialität der RGS. Post konnte so günstiger befördert werden als im Dampfzug. x Goose #1 ist betriebsfähig und macht gelegentlich auch Ausflüge nach Durango, zur Cumbres & Toltec und nach Golden.
x  Mit Rio Grande Schmalspurwagen kann sich jedes Museum schmücken, es gab sie in großer Stückzahl und sicher waren sie günstig zu erwerben. Die Wagen sind zum allergrößten Teil aus Holz, nur Kupplungen, Achsen, Bremsteile und ein paar Beschläge sind aus Metall.
Work Car D&RGW #04914
x Drop Bottom Gondola D&RGW #702
x Stockcar D&RGW #5574 x Boxcar D&RGW #3130
Auf den Spuren des Narrow Gauge Circle, Telluride/ Colorado, 18.9.2005
x  Von Ridgeway bis Durango folgen wir jetzt der ehemaligen Rio Grande Southern. Direkt an der Mainstreet von Telluride erinnert wieder eine Galloping Goose an den ehemaligen Bahnanschluss. x  Die Galloping Goose #4 steht eingezwängt zwischen Gebäuden und ist kaum im ganzen zu fotografieren.
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Auf den Spuren des Narrow Gauge Circle, Dolores/ Colorado, 18.9.2005
x  Auch Dolores hat seine "Galoppierende Gans", diesmal wieder eine betriebsfähige. Vor dem alten Bahnhof gibt es 100 neu verlegte Meter Gleis. x  Im Bahnhof gibt es ein Museum zur Geschichte der Rio Grande Southern und einen Gift Shop aber wir waren viel zu spät dort. Das Museum hatte schon geschlossen.
x  In Dolores steht die Goose #5, sie wurde 1933 fertiggestellt und beförderte dann bis 1949 Post und kleinere Frachten. 1949 verlor die RGS den Postkontrakt, danach wurde der Auflieger umgebaut und bis 1951 wurden noch Touristen gefahren. x 

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